Freuen sich über die Spende (v. l. n. r.): Peter Schmitz, Doktorandin Charlotte Feil, Dr. Thomas Stein, Christian Markert, Thomas Riemann-Seibert, Prof. Dr. Carl Schimanski, Prof. Dr. Martin Berger und Armin Domnick. Foto: Klinikum Darmstadt  

Projekt "Hundenasen gegen Krebs"

Lions Club Groß-Unstadt spendet an die Darmstädter Heidrun Seibert Stiftung

Am 8. Dezember 2016 feierte der Lions Club Groß-Umstadt seinen vierzigsten Geburtstag mit einem Benefizkonzert mit der Big Band der Bundeswehr. An diesem Abend übergab der Lions Club einen Spendenscheck über 10.000 Euro an die Heidrun Seibert Stiftung zugunsten des Projektes „Hundenasen gegen Krebs“.

Inzwischen ist in Folge des Konzertes ein weiterer Spendenbetrag in Höhe von 10.000 Euro zusammengekommen, der am kürzlich von Club-Präsident Christian Markert und Club-Sekretär Armin Domnick vom Lions Club Groß-Umstadt im Klinikum Darmstadt an Thomas Riemann-Seibert übergeben wurde. Anwesend waren unter anderem Prof. Dr. Martin Berger vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ), Prof. Dr. Carl Schimanski, Direktor der Medizinischen Klinik II am Klinikum Darmstadt sowie Dr. Thorsten Stein.

Das Projekt „Hundenasen gegen Krebs“ wird von der Heidrun Seibert Stiftung, dem Klinikum Darmstadt, dem deutschen Krebsforschungszentrum, der TU Darmstadt und der Hundeschule TeamCanin gemeinsam durchgeführt. Die medizinische Leitung liegt bei Prof. Dr. Carl Schimanski. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Früherkennungsmethode für Lungen- und Darmkrebs. Details können auf der Webseite der Stiftung www.Heidrun-Seibert-Stiftung.org nachgelesen werden.

Das Projektteam bedankt sich beim Lions Club Groß-Umstadt für die großzügige Unterstützung. Dies war bereits die dritte Spende des Lions Clubs Groß-Umstadt, der schon 2015 20.000 Euro an die Stiftung für dieses Projekt übergeben hat.

Aktueller Stand der Hundestudie

Dr. Thorsten Stein und Doktorandin Charlotte Feil sammeln seit Mai 2016 Proben für die Studie. Die Sammlung wird voraussichtlich Ende September 2017 abgeschlossen. Von jedem Patienten, der sich zur Teilnahme bereit erklärt hat, werden zwei Urin- und zwei Atemproben genommen. Diese Proben werden nach der Abgabe bei -80 Grad tiefgefroren und danach zu gewissen Terminen jeweils eine jeder Art zu den Spürhunden nach Stuttgart und eine jeder Art zum Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nach Heidelberg geschickt

Im ersten Teil der Studie wird untersucht, ob Hunde tatsächlich so gut wie angenommen, im Urin und in der Atemluft von Patienten Lungenkrebs finden können. Die Hunde bekommen dazu in einem Raum sechs Proben von gesunden Patienten und eine Probe eines Lungenkrebs-patienten präsentiert und müssen die Krebsproben unter den Gesundproben finden.

Im zweiten Teil der Studie werden alle Proben am DKFZ massenspektroskopisch untersucht, um herauszufinden, welche Verbindungen im Urin und in der Atemluft den Hunden anzeigen könnten, dass ein Patient an Lungenkrebs leidet. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt versucht, ein Gerät zu entwickeln, was genau diese Verbindungen nachweist, die man hoffentlich am DKFZ identifizieren konnte.

Aktuell haben 420 gesunde Patienten an der Studie teilgenommen, damit ist die Kollektion von Kontrollproben abgeschlossen. Da von jedem Patienten vier Proben genommen wurden, wurden insgesamt 1680 Proben von gesunden Patienten gesammelt. Bis zum heutigen Stand haben 70 Krebspatienten an der Studie teilgenommen, weitere Proben sollen noch genommen werden.

Die aktuelle Phase der Studie ist finanziert. Für alle weiteren Phasen bedarf es weiterer finanzieller Mittel. Daher sind die Studienleiter dankbar für jede weitere Spende.

Ein zentraler Motivator der Studie ist Thomas Riemann-Seibert, Vorsitzender der Heidrun Seibert Stiftung, mit Sitz in Dieburg, die sich der Auffindung ergänzender Diagnose- oder Behandlungsmethoden widmet. Der Kampf gegen Krebs ist ihm, der seine Ehefrau durch Krebs verloren hat, zur Herzensangelegenheit geworden. Er weiß, dass Darm- und Lungenkrebs zu den drei häufigsten Tumoren bei Menschen gehören. Die fehlenden Vorsorgeuntersuchungen oder deren mangelnde Akzeptanz führen dazu, dass viele Tumore sehr spät oder auch zu spät entdeckt werden.

Riemann-Seibert sagt: „Diesen Mangel wird unser Projekt beseitigen und so hoffentlich viele Menschenleben retten. Ich bin dem Klinikum Darmstadt, der AG Toxikologie und Chemotherapie des Deutschen Krebsforschungszentrums und dem Hunde-Teamcanin dankbar, dass sie bei diesem sinnvollen Projekt kooperieren.“



Alle Interessierten können die Studie mit einer Spende unterstützen. Entweder direkt an die

Heidrun Seibert Stiftung, Spendenkonto:
Unicredit Hypovereinsbank Darmstadt
IBAN DE8850 8202 9200 0305 6090
BIC HYVEDEMM487

Oder an das Konto der

Medizinischen Klinik II, Klinikum Darmstadt
Sparkasse Darmstadt
IBAN DE 18 5085 0150 0000 5794
BIC HELADEF1DAS Verwendungszweck: Med. Klinik II – Hundenase gegen Krebs


Samstag, 18. November 2017, 06:02 Uhr

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