Wissenschaftsstadt Darmstadt legt Jahresbericht 2017 zur Schuldnerberatung vor

 

Die Abteilung Schuldnerberatung und Wohnungssicherung des Amts für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich ihren Jahresbericht 2017 vorgelegt. Darin zusammengefasst finden sich die Zahlen zu den Beratungsleistungen des vergangenen Jahres. Darunter etwa die Anzahl der einmaligen Beratungen als Maßnahme der Krisenintervention (1247). Die Schuldnerberatung kümmert sich um alle Darmstädter Bürgerinnen und Bürger mit Schuldenproblematiken, drohendem Verlust von Wohnraum und Energiezufuhr und berät diese kostenfrei und neutral.„Mit dem Jahresbericht zur Schuldnerberatung legen wir nun zum wiederholten Mal eine übersichtliche Aufstellung der erbrachten Leistungen vor, die nicht nur Transparenz herstellt, sondern es uns auch erlaubt, unseren Service weiter zu verbessern und noch stärker auf die Betroffenen zuzuschneiden.

Denn noch immer glauben viele, dass wer überschuldet ist, auch selber schuld ist. Diese Behauptung ist eindeutig falsch. Die langjährigen Erfahrungen unserer Schuldnerberatungsstelle und alle wissenschaftlichen Untersuchungen belegen deutlich, dass Hauptauslöser von Überschuldung immer noch Arbeitslosigkeit ist. Weitere häufige Auslöser sind die Folgen von Trennung und Scheidung, die Familiengründung, gescheiterte Selbstständigkeit und in den letzten Jahren mit steigender Tendenz die Folgen von Erkrankungen. Folge von Überschuldung sind häufig auch Miet- und Energieschulden“, erläutert Sozialdezernentin Barbara Akdeniz die Hauptursache für das Abgleiten in die Verschuldung. Um diesen Schicksalen wirksamer vorbeugen zu können, oder den Betroffenen schnellstmöglich zu helfen, hatte Stadträtin Barbara Akdeniz die Arbeitsbereiche Schuldner-/Insolvenzberatung und Wohnungssicherung schon früh in einer Abteilung zusammengefasst.

„Die Zusammenlegung hat sich bewährt, danach konnten wir die beabsichtigten Synergieeffekte und ein enges Zusammenwirken erreichen“, berichtet Akdeniz.Seit Jahren bietet die Schuldnerberatung kurzfristig, in der Regel binnen längstens 7 Tagen einmalige Beratungen als Maßnahme der Krisenintervention an. Hier geht es vor allem umfinanzielle Existenzsicherung, Zwangsvollstreckungsschutz (insbesondere bei Kontenpfändungen), das Treffen von Stundungsvereinbarungen bei Unpfändbarkeit, das Nehmen oftmals vorhandener Ängste vor Gläubigermaßnahmen und das Aufzeigen einer Regulierungsperspektive.

Außerdem wird die Regulierung der Schulden angeboten. Hier werden zunächst Schuldverhältnisse erfasst und geprüft, Einkommen wird gesichert, Budgetberatung wird durchgeführt und psychosoziale, familiäre oder lebenspraktische Probleme werden soweit möglich gelöst. Kontakt: Amt für Soziales und Prävention, Frankfurter Straße 71, 64293 Darmstadt, Amt-fuer-Soziales-und-Praevention@protectdarmstadt.de, Tel. 06151-13 21 63..

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Freitag, 17. August 2018, 07:16 Uhr

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